Spätestens seit Triggerpunktbehandlung und Dry Needling in aller Munde sind, Sportler wie wild auf Faszien- und Triggerbällen rollen und wir Ihnen neue Ansätze zur Triggerpunkttherapie vorgestellt haben, klingelt es beim Fachbegriff „Triggerpunkt“. Schon gehört! Aber was genau ist denn eigentlich ein Triggerpunkt?

Was ist ein Triggerpunkt?

Häufig haben Schmerzen des Bewegungsapparats ihren Ursprung direkt in der Muskulatur. Durch eine Überlastung oder traumatische Überdehnung entstehen in einem Muskel Zonen, welche sich vereinfacht gesagt „zusammenziehen“ und sich selbstständig nicht mehr voneinander lösen können. Dies führt dazu, dass der Muskel in seiner Funktion beeinträchtigt ist. Die betroffenen Areale werden weniger durchblutet und nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Diese Muskelstellen sind als harte Triggerpunkte tastbar und lösen bei einer Provokation mittels Druck lokale oder auch ausstrahlende Schmerzen aus. Weiter können sogar Muskelschwäche, Bewegungseinschränkungen, Kribbelgefühle oder Beeinträchtigung der Koordination als Folge eines Triggerpunktes auftreten.

Wo treten Triggerpunkte typischerweise auf?

Triggerpunkte im Trapezmuskel

Vor allem Berufsgruppen, die hauptsächlich sitzende Tätigkeiten vor dem PC ausüben, klagen häufig über Verspannungen der Muskulatur, mit Triggerpunkten im Schultergürtel- und Nackenbereich. Nicht selten gehen diese Verspannungen mit Kopfschmerzen einher. Eine Überlastung der Schulter-Nackenmuskulatur kann auch zu Triggerpunkten führen, welche ausstrahlende Schmerzen von den Schultern bis in die Hände verursachen.

Triggerpunkte in der Gesässmuskulatur führen zu besonders lästigen Symptomen. Der Schmerz strahlt dann meistens vom Rücken bis in die Beine. Möglicherweise kann dieser Schmerz aber auch durch Probleme der Wirbelsäule mit Beteiligung der Nerven oder ähnliches ausgelöst werden. Lassen Sie dies daher unbedingt von medizinischem Fachpersonal abklären.

Wie wird ein Triggerpunkt behandelt?

Ziel einer Triggerpunktbehandlung ist es, das Bindegewebe zu lösen und die Durchblutung sowiedie Sauerstoffversorgung anzuregen. Wir im Physiozentrum bieten folgende Arten der Triggerpunktbehandlung an:

  • Manuelle Triggerpunkttherapie: Mit den Händen oder einem „Triggerpunktholz“ werden die Punkte gesucht und gezielt behandelt.
  • Dry Needling: Feine Nädelchen helfen, die Triggerpunkte zu „deaktivieren“.
  • IMES: Ein Gerät aus der Elektrotherapie unterstützt den Effekt des Dry Needlings.

Die häufigsten Triggerpunkte im Rückenbereich

Das wichtigste bei der Triggerpunkttherapie ist die Behandlung der Entstehungsursache. Ausserdem soll der Bildung neuer Triggerpunkte vorgebeugt werden.

Es gibt viele Ursachen warum sich ein Triggerpunkt bilden kann: Wird der betroffene Muskel wenig bewegt und lange in statischen Positionen gehalten? Leiden Sie unter Stress? Sind gewisse Muskelgruppen abgeschwächt? Sitzen Sie den ganzen Tag in für den Muskel ungünstiger Position?

In der anfänglichen Untersuchung und dem Gespräch findet der Therapeut wichtige Informationen. Unterstützende Techniken und Übungen, sowie ein Heimprogramm runden die erfolgreiche Behandlung eines Triggerpunkts ab. Ziel sind die Beseitigung beziehungsweise Verbesserung der zur Entstehung des Triggerpunkts beitragenen Faktoren, sowie eine optimale Durchblutung und Versorgung des behandelten Gebiets.

Folgende Massnahmen könnten hier beispielsweise angewendet werden:

  • Gezielte Muskeldehnungen
  • Kräftigungsübungen
  • Tipps für Ausgleichsübungen im Arbeitsalltag (siehe Blogbeitrag)
  • Ergonomische Massnahmen
  • Entspannungsübungen uvm.

 Ihre Mitarbeit ist gefragt! Durch aktive Beteiligung tragen Sie massgeblich zum Therapieerfolg bei.