Herbst- und Winterblues: aktiv gegen Stimmungstief in der kalten Jahreszeit

Wenn die Tage im Herbst kürzer werden, die Temperaturen fallen und Regen und Nebel häufiger werden, sinkt auch die Laune auf den Tiefpunkt – der sogenannte Herbst- oder Winterblues ist da. Er dauert meist von Anfang Herbst bis in den Frühling hinein, und ist in nördlichen Ländern weitaus häufiger anzutreffen als zum Beispiel am Mittelmeer. Frauen sind etwa viermal so häufig betroffen wie Männer.

Warum kommt es zum Stimmungstief?

Zum einen gelangt durch die kürzeren und dunkleren Tage weniger Licht durch das Auge auf die Netzhaut, was zu einer vermehrten Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin führt. Melatonin ist für den Schlaf-Wach-Rhythmus zuständig. Der Überschuss an Melatonin sorgt für permanente Müdigkeit und schlechte Laune.

Zum anderen kommt es im Herbst und Winter zu einer verminderten Produktion von Serotonin, dem Wohlfühlhormon. Serotonin wirkt stimmungsaufhellend und entspannend und sorgt für einen guten Schlaf. Eine Vorstufe von Serotonin lässt sich zum Beispiel in Schokolade nachweisen, weshalb viele Menschen im Winter vermehrt Heisshunger auf Schokolade haben.

Treten Symptome wie Energielosigkeit, unerklärbare Traurigkeit mit dunklen Gedanken, Müdigkeit und ein gesteigerter Appetit -vor allem auf Süssigkeiten- in zwei oder mehreren Wintern wiederkehrend auf, spricht man nicht mehr von einem Blues sondern von einer Herbst-Winter-Depression. Dies kann von einem Arzt festgestellt werden.

Aktiv werden gegen den Herbstblues

Gerade an den trüben Tagen braucht der Körper so viel Tageslicht, frische Luft und Bewegung wie nur möglich. Schon in den Morgenstunden sollte der Kreislauf an der frischen Luft aktiviert werden. Ein strukturiertes Bewegungsprogramm über den Tag verteilt, hilft aktiv zu bleiben. Jede Aktivität drinnen oder unter freiem Himmel ist hilfreich. Velofahren zur Arbeit, Skifahren an den Winterwochenenden, ein gemütlicher Abendspaziergang oder ein Besuch in unserem Fitnessbereich: wichtig ist nur, dass Sie sich bewegen und viel natürliches Licht aufnehmen. Sogar ein Himmel voller Wolken ist um einiges heller als die meisten künstlichen Lichtquellen. Also raus aus dem Haus!

Auch die richtige Ernährung spielt eine wesentliche Rolle. Lesen Sie mehr dazu unten.

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Medizinische Hilfe und Behandlungsmöglichkeiten

Lichttherapie

Sie ist der wichtigste Bestandteil in der Therapie der Winterdepression. Der Patient setzt sich jeweils eine Stunde vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang vor ein Lichtgerät. Dies verlängert künstlich den Tag und wirkt nach einigen Anwendungstagen stimmungsaufhellend.

Medikamentöse Behandlung

Die Einnahme von Medikamenten ist vor allem bei besonders schweren Formen der Winterdepression nötig. Es handelt sich hierbei um Antidepressiva, wie sie auch bei nicht-saisonalen Depressionen eingenommen werden.

Ernährung

Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte. Das Immunsystem hat im Winter durch Erkältungen und Grippewellen mehr zu tun als im Sommer. Deshalb ist es besonders wichtig, ausreichend Vitamin C zu sich zu nehmen. Vitamin C findet man in Obst und Gemüse. Auch ergänzende Vitamin- D- Präparate sind manchmal empfehlenswert.

Kohlenhydrate unterstützen die Serotoninbildung. Am besten nehmen Sie ausreichend Kohlenhydrate, zum Beispiel in Form von Vollkornprodukten, Nüssen oder Bananen zu sich.

Scharfe, aromareiche Gewürze wie zum Beispiel Ingwer, Chili oder Zimt helfen, den Körper von innen heraus aufzuwärmen und den Kreislauf anzukurbeln.

 

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