Was tun bei einem Wadenkrampf?

Ein Wadenkrampf ist ein unkontrolliertes, plötzliches und schmerzhaftes Zusammenziehen des Wadenmuskels. Ursachen können Mineralstoffmangel (Calcium, Magnesium, Natriumchlorid, Kalium, Natrium oder Chlor), Stoffwechsel-Störungen (zum Beispiel „Diabetes Mellitus“), mangelnde Durchblutung, medikamentöse Nebenwirkungen, Überbeanspruchung der Muskulatur oder Fehlstellungen des Fusses sein.

Als erstes muss unterscheidet werden, wann die Krämpfe auftreten. Treten sie während einer Aktivität auf, wird zu Calcium- oder Natriummangel tendiert. Zu einem Natriummangel kann es durch starkes Erbrechen, Durchfall oder der Einnahme von Entwässerungstabletten kommen. Bei mehrstündiger Aktivität mit starker Schweissbildung erhöht sich der Verlust von Natrium. Dadurch können bei einem Sportler während der Aktivität Wadenkrämpfe auftreten. Aufgrund einer verminderten Zufuhr von Calcium, kann das aber auch Nichtsportlern während einer sportlichen Betätigung passieren.

Krämpfe in der Nacht oder in Ruhestellung deuten auf einen Magnesiummangel hin. Magnesium kann mit einer ausgewogenen Ernährung gut abgedeckt werden. Dazu gehören unter anderem Nüsse, Haferflocken, Weizenkeime, Bananen, Hülsenfrüchte und Gemüse. Liegt trotz ausgewogener Ernährung ein Magnesiummangel vor, wird eine Supplementierung empfohlen. Supplementieren sollte man den Mehrbedarf an Magnesium auch wenn dieser durch den Sport entsteht. Beim Schwitzen verliert man nämlich ebenfalls Magnesium. Bezüglich einer Supplementierung sollte der Hausarzt konsultiert werden. Aufschluss über „gutes“ und „schlechtes“ Magnesium gibt auch unser Eintrag Warum Magnesium aus dem Supermarkt nichts nützt.

Sofortmassnahmen bei einem Wadenkrampf:

Was tun bei Wadenkrampf

Bei einem Wadenkrampf das Knie strecken…

  1. Was tun bei Wadenkrampf

    …und den Fuss „flexen“.

    Generell sollte der Muskel maximal gedehnt werden. Das heisst: maximal das Knie strecken (wenn möglich mit Hilfe einer anderen Person) und maximal den Fuss „flexen“ (also Ferse nach vorne, Zehen Richtung Bauch). Am Besten wird das in Rückenlage ausgeführt.

  2. Sobald der Krampf ein wenig nachgelassen hat, versuchen aufzutreten und ein wenig zu gehen.
  3. In diesem Moment ist eine Wadenmassage sehr hilfreich. Dabei den Betroffenen in Bauchlage bringen, eine Rolle unter die Füsse legen. Von der Ferse mit moderatem Druck zur Kniekehle streichen.
  4. Zusätzlich kann ein Wärmepflaster auf die betreffende Stelle geklebt werden.

Was tun bei immer wieder auftretenden Wadenkrämpfen?

Bei starkem Erbrechen, Durchfall oder der Einnahme von Entwässerungstabletten hilft es, eine gut gewürzte Bouillon zu trinken oder salzige Knabbereien zu essen. Dies gleicht den Natriumverlust aus.

Sportler können zu Krämpfen neigen da sie über den Schweiss Natrium verlieren. Macht man bis zu 60 Minuten Sport empfiehlt es sich, ein natriumreiches Mineralwasser ohne Kohlensäure zu trinken. Bei mehrstündiger Belastung wird folgendes Getränk empfohlen: Auf einen Liter kommen 3 Teile Wasser, 1 Teil Saft (Apfelsaft) und 1,0- 2,0g Kochsalz.

Um den Bedarf an Magnesium, Calcium und Natrium auf natürliche Weise abzudecken, kann es genügen, ein geeignetes Mineralwasser als Durstlöscher zu wählen. Eine optimale Zusammensetzung weisen Eptinger, Migros Aproz, M- Budget und Contrex Mineralwasser auf.

Im Allgemeinen verhindert zusätzlich eine ausgewogene Ernährung – mit Vollkorn-, Milch- und Sojaprodukten, viel Gemüse und Obst, Fisch und Fleisch – das Auftreten von Krämpfen.

Vorbeugend wirken auch leichte, regelmässige Bewegung (Spaziergänge, leichte Velotouren, Walking usw.) und Dehngymnastik.

Dehnübungen gegen Wadenkrampf

Beim Dehnen sollte man einen leichten Zug im Muskel verspüren – jedoch keine Schmerzen.                                                            Drei Mal die Übung wiederholen, 20 Sekunden halten.

Treten trotz diesen Massnahmen wiederholt Krämpfe auf, sollte der Arzt konsultiert werden.

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